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Die Startwoche ist eröffnet: Die Auftaktveranstaltung

Es ist Montagmorgen kurz vor acht Uhr. Max, 20, aus Südtirol und Korbinian, 21, aus Deutschland sind mehr oder weniger bereit, in der Ostschweiz eine neue Lebensphase zu beginnen – ihr Bachelor-Studium. Sie sind zwei von rund 325 Ausländern unter den „Assessis“ – wie die Studienanfänger im Assessmentjahr der HSG allgemein genannt werden. Der St. Galler Regen, der ihre Jacken tropfen lässt, spiegelt auch die im Hauptgebäude spürbare Unsicherheit wider. Gespannt wartend vergeht die Zeit nur schleichend und vor allem Max kommt es wie eine Ewigkeit vor. Er ist aufgeregt und wie viele andere Studenten auch, schwirren ihm tausend Fragen im Kopf herum. Beide warten am heutigen Montag auf die offizielle Auftaktveranstaltung der Startwoche, welche seit über 10 Jahre am Anfang des Studiums in St Gallen steht.

 

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Max, Korbinian und ihre knapp 1.300 Kommilitonen betreten erwartungsvoll das Audimax, den größte Vorlesungsraum der Uni. Korbinian schaut in viele unbekannte Gesichter und versucht sich an etwas Bekannten festzuhalten, doch findet wie die meisten anderen auch nur einen einfachen Holztisch vor sich. Die Studenten fangen langsam und schüchtern an sich zu unterhalten, bis Prof. Roman Capaul, verantwortlich für die Leitung der Startwoche, mit einem Mal ihre volle Aufmerksamkeit verlangt. Die Thematisierung der Fallstudie, in der es um Entwicklungspolitik und die Verteilungsgerechtigkeit geht, fand Korbinian zwar hoch interessant, doch eigentlich wollte er mehr über den Ablauf seiner nächsten Jahre erfahren. Im darauf folgenden Kurzfilm über die Bekanntmachung der Sicherheitsvorkehrungen gluckst es im Saal vereinzelt – man fühlt sich sehr unterhalten, fragt sich aber immer noch, was denn eigentlich an der Uni so alles auf einen zukommt.

Schlussendlich scheint eine Frau die lang ersehnten Antworten der Studenten beantworten zu können: Stéphanie Hagmann, Präsidentin der Studentenschaft, lässt Korbinian aufatmen. „An der HSG herrscht eine gute Stimmung; ein guter Geist“ und vor allem „genießt euer Studium“ waren Worte, die für studentische Ohren mehr als nur gut klingen. Plötzlich ungeplante Action: Dr. Barbara Becker wird mitten in ihrem Inputreferat über nachhaltige Entwicklung von einem „Flitzer“ unterbrochen. Der offenbar frankophone Nudist rennt zur allgemeinen Erheiterung über die Bühne  – auch die Referentin ist offensichtlich amüsiert, da die Aufmerksamkeit im Saal schlagartig in die Höhe schnellt.

Zum Ende spricht erneut Severine Holzscheiter, hauptverantwortliche Projektleiterin der Startwoche, über den Ablauf und die konkreten organisatorischen Fragen. Die Studenten werden in ihre von Tutoren betreuten Startgruppen geschickt, und werden sich in den kommenden fünf Tagen mit einer Fallstudie zum Thema „Entwicklungsstrategien – Ein Land gestaltet seine Zukunft“ auseinandersetzen. Die Startwoche 2013 hat begonnen. Für alle Redner gibt es freundlichen Applaus – aber die Stimmung ist wohl besser als zurückhaltend-nervös beschrieben. Bilanz der ersten Veranstaltung: Ein paar Antworten, aber noch mehr Fragen als vorher.

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Ralph

Er ist jederzeit für wilde und interessante Dinge zu haben, fotografiert leidenschaftlich gerne und liebt die Natur und den Sport!

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